Einwärtsschielen

Einwärtsschielen

Beim Einwärtsschielen verwendet die betroffene Person nur ein Auge um Dinge anzublicken. Das andere schielende Auge ist in Richtung zur Nase einwärts gedreht. Das Einwärtsschielen ist die häufigste der verschiedenen Schielformen. Etwa 1-2% der Bevölkerung sind von einem Einwärtsschielen betroffen. Fehlerhafte oder beschädigte Augenmuskeln sind in den seltensten Fällen die Ursache eines Einwärtsschielens. Das Augenzusammenspiel ist nicht ausreichend entwickelt, so dass die Person nicht in der Lage ist beide Augen zur gleichen Zeit auf den gleichen Punkt auszurichten.

 

Beidäugiges Zusammenspiel

Die menschlichen Augen arbeiten als Team miteinander. Eine Person mit einem normalen Augenzusammenspiel hat keine Mühe einzuschätzen, wie weit sie von einem Gegenstand entfernt ist. Das beidäugige Zusammenspiel vereinfacht Tätigkeiten wie z.B. Velo fahren, Auto fahren, Ballsport, einen Faden einfädeln und viele andere alltägliche Tätigkeiten.

Schielen ist weit mehr als ein kosmetisches Problem. Tätigkeiten wie Lesen verlangen ein gutes Augenzusammenspiel. Eine Person die ihre beiden Augen nicht gleichzeitig genau auf den gleichen Punkt ausrichten kann, hat mehr Schwierigkeiten mit lang anhaltenden Tätigkeiten in der Nähe (Lesen, Schreiben, …).

 

Mögliche Vorgehensweisen bei Einwärtsschielen

  • Funktionaloptometrisches Visualtraining in Kombination mit speziellen Brillengläsern.
  • Ab einer bestimmten Grösse des Einwärtsschielens, führen Augenärzte teilweise Augenmuskeloperationen durch. Operationen verbessern in den meisten Fällen nur die kosmetische Erscheinung. Eine Normalisierung des Augenzusammenspiels wird dadurch in den seltensten Fällen erreicht.

 

Zurück zum optometrischen “Lexikon”

© COVD.org